Ein sehr tempramentvolles Kücken vom Weißschwanz-Tropikvogel (Seychellen)
Feenseeschwalben (Seychellen)
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Aus der Provinz in die Provinz

09.03.2016 - An Marios

Aus Fernost kamst du nach Zweibrücken,
warst jung und brauchtest das Geld.
Das Heimweh galt zu unterdrücken,
doch schwerer war's als vorgestellt.

Trotz guten Jobs und der Kollegen,
die dich ins Herz geschlossen haben,
hattest du Heimweh und deswegen,
stellst du dich neuen Aufgaben.

Wir wünschen dir das Glück zu finden,
doch sollst du anders mal empfinden,
sollst du uns doch noch einst vermissen,
lass uns das auf der stelle wissen!

Und soll dich Fernweh aufsuchen,
so komm uns jeder Zeit besuchen!

Marios
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Errare humanum est - Poetry-Slam an der Hochschule Kaiserslautern

25.11.2015 - Die Einleitung zum Poetry-Slam

Poetry-Slam ist in Zweibrücken
für's erste Mal gar nicht so klein.
Ich lese eins von meinen Stücken
und freue mich dabei zu sein.

Ich habe heute vorgenommen
ein Dankeswort an euch zu richten.
Ich danke euch für euer Kommen!
Und seid nicht streng zu den Gedichten!

Ich greife auch schon mal voraus,
natürlich macht man so was nicht,
und danke euch für den Applaus,
Hoffe, ihr mögt auch mein Gedicht!

Obgleich politisch hoch im Kurs,
verzichte ich auf den Exkurs,
der poetischen Akquise
pro und contra Flüchtlingskrise.

Mein Thema wählte ich relaxt.
Arglos dachte ich zunächst
im akademischen Kontext
über Zahlen soll ich sprechen.
Ahnte noch kein Kopfzerbrechen,
doch bald schon musste widersprechen.

Hatte „Zahl-reichen“ Gedanken
über die runden und die schlanken,
wie sie sich lieben und sich zanken
und die Idee kam ins Wanken.

Ich begann mir auszumalen
wie sie waren diese Zahlen,
und nach sieben Bierlokalen
fand am Thema kein Gefallen.

Die Null, die ärgert mich am meisten,
sie will sich einiges erdreisten.
Sie ist nichts wert beim Subtrahieren
genauso wie beim Addieren
und Multiplizieren sowieso.
Sie teilt mit anderen nicht gerne.
Sieht aus vom Nahen wie aus der Ferne,
eben genauso wie "O".

Errare humanum est [ab 54:24]

Die Eins, die fühlt sich ganz allein,
doch möchte sie es gar nicht sein.
Mit andren wär' sie gern gemeinsam,
dann wäre sie nicht mehr so einsam.
Sie sucht die Nähe andrer Zahlen
mit allen Mitteln, auch brutalen.

Ich denke, da sind wir uns einig,
die Zwei, die ist uns völlig schnurz,
Sie bleibt die zweite, das ist amtlich
kommt immer und überall zu kurz.

Echter Verlierer ist die Vier,
sie wäre gern ein Pionier,
doch steht sie immer hinter Drei,
und da sind einige dabei.

Die Drei, sie hat es niemals eilig,
doch fast sich immer nur ganz kurz,
sie hat's geschafft und gilt als heilig,
nichts bringt sie jemals noch zum Sturz.

Die Sechs dreht durch, steht auf dem Kopf,
wo Füße waren, hängt ein Zopf.
Die irre sollte man umzäun!
Sie glaubt, sie wäre eine Neun.

Ich habe so einen Verdacht,
die Neun verkleidet sich als Acht.
Dann zieht sie abends durch die Zeilen
und manipuliert die andren Zahlen.

Wer hätte so was denn gedacht,
das treibt gelegentlich auch die Acht,
legt sich gemütlich auf die Seite
und blickt unendlich in die Weite.

Die Sieben oft mal sehr schüchtern,
oder vielleicht auch nicht ganz nüchtern,
oder aufgrund des Unwohlseins
sie schaut zu Boden wie 'ne Eins.

Die Fünf ist auch nicht lupenrein,
doch lass ich sie gerade sein.
Ich leg mich nicht mit Zahlen an,
da denk ich gar nicht erst daran.
Die sind doch alle nicht ganz dicht.
Ich schreibe lieber ein Gedicht.

… zum Gedicht

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Mein Begleiter

12.09.2015

Hallo mein ständiger Begleiter,
der stets im grauen Gewand!
Du folgst mir immer wieder weiter,
und ziehst mit mir durch's ganze Land.

Als erster grüßt du mich am Morgen,
natürlich muss das auch so sein.
Ich fühle mich mit dir geborgen,
doch las mich auch mal allein!

Ich hatte Spaß und komm' nach Hause,
schon wartest du an meiner Tür.
Göhn' mir doch bitte eine Pause!
Viel geben würde ich dafür.

Doch wenn ich in die Ferne reise,
wenn ich zuweit gehe hinaus,
vermiss' ich dich seltsamerweise,
und freue mich auf dich zu Haus.

Hallo mein ständiger Begleiter!
Als Alltag bist du uns bekannt.
Abwechslung macht das Leben heiter,
dein Zustand ist jedoch konstant.

Coco de Mer
Coco de Mer
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Flitterwochen

26.08.2015 - Ein Sonett auf Seychellen

Im Garten Eden endlich angekommen,
wo die Natur in voller Pracht erstrahlt,
von Glück und Schönheit sind wir wie benommen,
denn alles hier sieht aus, wie gemalt.

Die starke Sonne und die Sommerfrische,
das Meer, die Felsen, Palmen und der Strand,
Schildkröten, Vögel, Korallen und die Fische,
das alles raubt einem den Verstand.

Viel Freude haben wir in Flitterwochen,
und senden euch die besten Grüße zu.
Die ferne Post kommt langsam angekrochen,
dann sind auch wir zu Hause im Nu.

Von ganzem Herzen wünschen wir euch heute
viel Liebe, Sommer, Sonnenschein und Freude!

Die ferne Post
Die ferne Post kommt langsam angekrochen
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Ehegelöbnis

08.08.2015 - Für meine Frau Beate

Ich habe heute was geschrieben,
ich will dich ehren, will dich lieben,
dein Kummer will ich stets vertreiben,
und möchte immer bei dir bleiben.

Ich will mit dir die Freude teilen,
in schöner Zeit mit dir verweilen,
an deiner Seite will ich sein,
und lasse dich nie mehr allein.

Ich lasse dich nie mehr allein
Ich lasse dich nie mehr allein
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Ehe

29.06.2013 - Ehe: Errare humanum est?

Es ist ein seltsames Gedicht,
ihr könnt es lieben, oder nicht!
Und wenn's der Wahrheit nicht entspricht,
so zerrt mich nicht vor ein Gericht!

Ich will hier niemanden belehren,
oder zur Monogamie bekehren.
Das alles liegt mir völlig fremd.
Und achtet nicht auf den Akzent!

Zur Liebe gibt es viele Zeilen,
d'rum lasst uns daran nicht verweilen!
Zur Ehe wird nicht viel gesagt,
und wenn, dann meistens nur geklagt.

In dem Gedicht geht's um die Ehe,
wovon ich selbst nicht viel verstehe.
So lasst uns sehen nach belieben,
was große Männer einmal schrieben!

„Die Liebe, welch' lieblicher Dunst!
Doch in der Ehe, da steckt die Kunst!“ –
sagte zur Ehe Theodor Storm.
„Égoisme à deux“ – nannte sie Erich Fromm.

„Halbierte Rechte und doppelte Pflichten“
sah Schopenhauer, er konnte schlecht dichten,
sein Blick auf die Ehe war eher nüchtern.
Das soll euch jedoch nicht einschüchtern.

Wilde sah die Ehe als „ein Gefängnis”,
denn seine wurde ihm zum Verhängnis.
„Das Joch der Ehe ist schwer“ – so Dumas.
Auch er hatte ein Ehe-Trauma.

„Heirat ist niemals ein Happyend...“
„Wie bitte?“ – dachte ich einen Moment.
„...sondern ein Anfang“ – sagte einst Fellini,
Er war Regisseur und kam aus Rimini.

Auch Goethe sah in der Ehe den „Anfang“
und auch den „Gipfel aller Kultur”.
Da höre ich keinen üblen Beiklang.
Für ihn war die Ehe keine Tortur.

Mit 50 hatte er es geschafft.
Die Ehe nannte er „Wissenschaft“.
Sein Name ist Honoré de Balzac,
doch auch er hat in der Ehe versagt.

Ratzinger verglich sie mit „Zölibat“,
dazu habe ich keinen Spruch parat.
Aber vielleicht kann von euch einer dichten
und zu dem Thema etwas berichten?

Alle teilen gerne Ratschläge aus.
Gut gemeint sind diese durchaus,
doch, wenn man etwas genauer hinschaut,
weiß man, dass man darauf nicht baut.

Wählt euren eigenen Weg
und geht diesen gemeinsam!
Sonst sag' ich euch vorweg
ihr altert sicher ganz einsam.

Das Leben wird euch viele Hürden bereiten.
Doch auch ein Ausweg wird euch begleiten.
Steht zu einander selbst in schwierigen Zeiten!
So lässt sich die Ehe am besten bestreiten.

Erfreut euch am Leben und an einander,
dann folgt jedem Ehetag auch ein anderer!
Massenhaft Liebe, Glück und Verstand
für euren gemeinsamen Weg Hand in Hand!

Hand in Hand
Hand in Hand
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